Die Erde (von indogermanisch *er[t]; lat „Terra“; gr. „Gaia“) ist von der Sonne aus der dritte Planet in unserem Sonnensystem. Sie ist etwa 4,6 Milliarden Jahre alt.
Wie die Sonne und ihre anderen Planeten entstand die Erde vor etwa 4,6 Milliarden Jahren aus Verdichtungen des Sonnennebels. Vermutlich war die Erde während der
ersten 100 Millionen Jahre intensiven Asteroidentreffern ausgesetzt, die heute nur noch relativ selten zu registrieren sind. Meist handelt es sich um Objekte, die kleiner als 1 cm sind. Im
Gegensatz zum Mond sind auf der Erde, mit einigen Ausnahmen (siehe Steinheimer Becken) fast alle Einschläge durch geologische Prozesse gelöscht worden.
Durch die kinetische Energie der Einschläge und durch die Wärmeproduktion des radioaktiven Zerfalls erhitzte sich die junge Erde, bis sie größtenteils aufgeschmolzen war. In der Folge trennte sich der Erdkörper in einen Kern und Mantel auf. Schwere Elemente, vor allem Eisen, sanken in die Richtung Schwerpunkt des Planeten, während leichte Elemente, vor allem Sauerstoff, Silizium und Aluminium, nach oben stiegen. Daraus bildeten sich hauptsächlich silikatische Minerale, aus denen auch die Gesteine der Erdkruste bestehen.
Die Erde ist der bisher einzige Planet, auf dem Lebensformen bzw. eine Biosphäre nachgewiesen sind. Nach bisherigen Erkenntnissen begann das Leben auf der Erde möglicherweise innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums, gleich nach Abklingen des letzten großen Asteroidenbeschusses, dem die Erde nach ihrer Entstehung vor etwa 4,6 Milliarden Jahren bis etwa vor 3,9 Milliarden Jahren als letzte Phase der Bildung unseres Planetensystems ausgesetzt war. Danach konnte sich wie oben beschrieben eine stabile Erdkruste bilden und soweit abkühlen, dass sich Wasser auf ihr sammeln konnte. Die Herkunft des Wassers auf der Erde, insbesondere die Frage, warum auf der Erde deutlich mehr Wasser vorkommt als auf den anderen erdähnlichen Planeten, ist bis heute nicht geklärt.
Die chemische und die biologische Evolution sind untrennbar mit Klimaveränderungen und Klimageschichte verknüpft. Die Entwicklung des Lebens wird direkt durch herrschende Bedingungen geprägt und hat seinerseits Einfluss auf das Erscheinungsbild der Erde. Diesen wechselnden Bedingungen waren die Menschen des Lonetales und des Achtales sicher auch unterworfen.
Durch den Stoffwechsel des pflanzlichen Lebens (Photosynthese) wurde die Erdatmosphäre mit molekularem Sauerstoff angereichert und bekam ihren oxidierenden Charakter. Zudem wurde die Rückstrahlung (Abedo) und damit die Energiebilanz durch die Pflanzendecke verändert.
Nach diesen nüchternen Fakten über unseren Planeten noch einige Anmerkungen. Wie schon erwähnt ist unsere Erde der bisher einzig bekannte belebte Planet. Uns ist es bisher auch nicht möglich diesen Planeten zu verlassen und auf einem anderen Himmelskörper zu leben. Noch ist kein Himmelskörper mit den für uns notwendigen Lebensbedingungen bekannt.
So gesehen gehen wir relativ sorglos mit unserer Erde um. Einer Erde, die neben faszinierenden und wundervollen Landschaften, alles bietet, was wir zum Überleben brauchen.
Möglicherweise bewegen wir uns aber auch in einem riesigen Organismus, den das Universum dehnt sich mit unglaublicher Geschwindigkeit aus.
Einfluss des Menschen
Den größten Teil seiner Geschichte, immerhin 99 %, lebte der Mensch in kleinen überschaubaren Gruppen als Jäger und Sammler
Mit der sog. jungsteinzeitlichen (neolithischen) Revolution, also der Übergang von der Kultur der Jäger zu Ackerbau und Viehzucht begann der Mensch seinen Lebensraum selbst zu gestalten und das Aussehen der Erde zu verändern.
Innerhalb weniger Jahrtausende wandelte sich die Erde rasant, und weiträumige Landflächen wurden in Industrie- und Verkehrsflächen umgewandelt. Natürliche Landschaften wurden durch Kulturlandschaften verdrängt.
Durch diesen Wandel der Lebensweise wurde es möglich eine ungleich größere Zahl von Menschen zu ernähren. Genaue Zahlen über die Bevölkerung der Jäger- und Sammlerkultur liegen uns nicht vor, doch schon die Zunahme seit 1920 von circa 1,8 Milliarden bis 2008 auf 6,7 Milliarden zeigt das künftige Problem der Menschheit.
Seit 1990 ist der 22. April als Tag der Erde der internationale Aktionstag zum Schutz der Umwelt.